3 Tage im bergigen Lissabon

Lissabon gilt als eine der schönsten europäischen Städte und wir hatten schon so viel gehört und im Internet unzählige Bilder gesehen und so war klar, dass wir diese Stadt unbedingt kennenlernen mussten. Also kam sie auf unsere Liste für unsere 30 Tage 4 Länder Tour.

Unterkunft

Da die Unterkunfts Preise 2022 in allen Städten sehr hoch waren und wir wie immer gern ein Appartement haben wollten, haben wir uns eine kleine Wohnung etwas außerhalb der Innenstadt gebucht. Aber das Schöne daran ist, auch etwas vom wirklichen Leben der Stadt zu spüren, abseits der Touristenpfade die Menschen zu erleben, die in dieser Stadt leben. 3 Tage und 3 Nächte haben wir in Portugals Hauptstadt verbracht, die es nach unserem Besuch von Porto etwas schwer hatte :). Was wir erlebt haben, zeigen wir euch in diesem Beitrag.

Tag 1 in Lissabon

Um ein Gefühl für die Stadt zu bekommen, sind wir erstmal eine halbe Stunde von unserer Unterkunft bis zum Castelo Sao Jorge gelaufen, eine Burg, die weit oben über der Stadt im Altstadtviertel Alfama liegt und von der aus du die Aussicht über den Fluß Tejo, die berühmte Brücke der Stadt und die Cristo Rei Statue genießen kannst.

Das Castelo Sao Jorge ist ein Nationaldenkmal mit einem Schloß, dem alten Königspalast und Gärten. Im dazugehörigen Cafe kann man sich eine Pause von der Geschichte der Burg gönnen.

  • Geöffnet: täglich 9-19:00 Uhr
  • Eintritt: 15,-
  • Wie kommt man hin? Tram 12 oder 28 – Haltestelle Miradouro de Santa Luzia

Castelo Sao Jorge

Von der Burg aus kannst du nun durch die schöne Altstadt Alfama mit ihren kleinen Gassen und netten Läden laufen. Im ältesten Stadtteil von Lissabon haben die meisten Häuser das schwere Erdbeben von 1755 überlebt.

Damit kannst du dich durch die Altstadt fahren lassen

Praca do comercio

Wenn du ganz bis nach unten in Richtung Tejo läufst, erreichst du den Praca do comercio. Dieser elegante Platz ist so weitläufig, so riesig und beeindruckend mit seinen Bogengängen, der leuchtend gelben Farbe und dem direkten Zugang zum Wasser.

Triumphbogen

was du am Praca do Comercio sehen kannst:

  • beeindruckenden Reiterstatue Dom Jose
  • Museum über die Geschichte des Bacalhau
  • Biermuseum
  • Museum über die Geschichte Lissabons
  • Justizministerium
  • toller Triumphbogen mit Aussichtsplattform
  • altes Pier mit Steinsäulen
  • viele Cafes und Restaurants
  • Strand

Wir liefen gemütlich an der Promenade des Tejo entlang bis zum absoluten Wahrzeichen Lissabons- der berühmten Brücke Ponte 25 de Abril.

Ponte 25 de Abril

Die 2300 m lange Hängebrücke wurde 1966 erbaut und hat eine Aussichtsplattform in 72 m Höhe, die von 10-18:00 Uhr geöffnet ist.

Wenn du willst, kannst du noch über die Brücke nach Almada zur Cristo Rei Statue auf die andere Seite des Tejo fahren. Von dort hat man einen atemberaubenden Blick über die Brücke, den Tejo und über Lissabon.

Cristo Rei Staue

Die 28 m hohe Christusfigur auf einem 82 m hohen Betonsockel wurde 1959 gebaut und mit dem Lift kann man bis ganz nach oben fahren. Von 9-18:00 Uhr ist der Platz rund um die Statue kostenfrei zu besuchen.

Wir haben den Tag dann nach dem langen Fußmarsch in unserem riesigen Appartement mit Netflix und Fast Food abgeschlossen.

Tag 2 in Lissabon

Wir starteten unseren 2. Tag in einem der ältesten Cafe´s Lissabons im A Brasileira. Das Café ist wirklich sehr schön und die süßen Teile ein Traum. Aber der Service war nicht sehr nett und die Preise waren völlig überteuert. Unserer Meinung nach lohnt der Besuch nicht wirklich.

Im schönen Stadtteil Bairro Alto machten wir Halt am Praca Luis de Camoes, ein Platz mit der Statue des berühmten Dichters Camoes, dem auch der Nationalfeiertag am 10. Juni gewidmet ist.

Miradouro de Sao Pedro

Von dort liefen wir die Straßen entlang nach oben zum Miradouro de Sao Pedro, einem Aussichtspunkt mit kleinem Park, der wie eine Art Balkon wirkt. Miradouro bedeutet übrigens Aussichtspunkt- und davon gibt es in Lissabon einige. Die Aussicht von dort oben war unglaublich.

Hoch oder runter kommst du natürlich auch mit der bekannten Lissaboner Tram. Wir wollten aber nicht warten und anstehen und runter geht ja zu Fuß auch schnell. 🙂

Haltestelle der Tram am Miradouro de Sao Pedro

Time Out Market

Wieder unten angekommen gingen wir durch den Quiosque do Caisstaue Park zum bekannten Time Out Market. Eine Art Markthalle (an die noch eine Halle für den wirklichen Gemüseverkauf angeschlossen ist), in der es viele hippe Essensstände gibt. Sehr laut, sehr voll und für uns wieder völlig überteuert, aber in den Sozialen Medien hochgelobt. Wenn dein Budget das zulässt, solltest du dort also ruhig einen Happen essen.

Wir gingen aber weiter zur hübschen Pink Street mit ihren bunten Schirmen und bestellten im Restaurant Rio Grande das günstige und sehr leckere Mittagsmenü.

Falls du dann etwas einkaufen möchtest, kannst du im Einkaufszentrum Amazens do Chiado shoppen gehen. Die gesamte Straße, die wieder zum Cafe A Brasileira zurück führt ist mit den schönen schwarz, weißen Steinen gepflastert.

Zum Abschluss führte unser Weg natürlich mal wieder zum Tejo zurück, wo wir den Tag bei einem Glas weißer Sangria mit Blick auf die Brücke ausklingen ließen.

Tag 3 in Lissabon

Beginnen wir den letzten Tag einfach dort, wo wir gestern aufgehört haben. Am Tejo unterhalb der Brücke am Jachthafen Doca de Santo Amaro, von wo aus man die Amphibientour Hippo starten kann, die wirklich ganz witzig war und bei der wir pitsch nass wurden :).

Zuvor haben wir uns aber natürlich etwas gestärkt.

Hippotrip

4-6 mal am Tag startet die Amphibientor für 30 Euro pro Person zu einer Tour durch die Stadt und auf dem Tejo.

Museen

Von dort kann man nach der Tour einfach 4 km am Tejo entlang in Richtung Belem laufen, von dort startete Vasco da Gama seine Reise nach Indien, und man hat die Qual der Wahl zwischen vielen Museen:

  • Cordoaria Nacional- Kunstmuseum
  • Central Tejo- Elektronikmuseum
  • Palacio Nacional de Belem Museum
  • Museu Colecao Barardo -moderne Kunst
  • Tropical Botanical Garden

Völlig beeindruckt waren wir von der Skulptur Padrao dos Descobrimentos. Das Denkmal der Entdeckungen- 1960 gebaut.

Aber natürlich hat uns der Torre de Belem noch mehr beeindruckt, der Verteidigungsturm wurde 1520 erbaut und später auch als Kerker genutzt. Wenn dir der Weg zu weit ist, kannst du einen E-Scooter nehmen oder mit dem Zug bis nach Belem fahren.

Restaurantempfehlung

Nach so viel Kultur darf man sich noch mit einem Abendessen im Restaurant A Avo Tinha verwöhnen lassen. Auch wenn es etwas außerhalb liegt, lohnt sich die U-Bahn Fahrt bis zur Alameda Haltestelle auf jeden Fall.

In dem Rondell, in dem sich verschiedene Restaurants befinden, haben wir dieses nette Lokal gefunden, dessen Inhaber auch noch deutsch konnte und uns einfach eine Empfehlung brachte, die für uns das beste Essen in ganz Portugal war, und obwohl wir etwas in Sorge wegen der Rechnung waren-der Wein war sehr teuer im Vergleich und die Empfehlung vom Chef stand nicht auf der Karte, war der Preis erschreckend niedrig und das Lokal wirklich süß.

Lissabon wird sicherlich nicht unsere Lieblingsstadt in Europa, aber nach Porto hatte die Stadt es auch nicht ganz leicht mit uns. Für unseren Geschmack lag alles etwas sehr weit auseinander, vielleicht wäre es uns weniger krass vorgekommen, wenn wir mehr in der Innenstadt gewohnt hätten. Vielleicht waren wir einfach nicht in der richtigen Stimmung, wer weiß. Aber einen Besuch ist die Stadt auf jeden Fall wert und den Moment, als wir an der Cristo Rei Statue standen mit dem Blick auf den Tejo und Lissabons berühmte Brücke werden wir auf jeden Fall nie vergessen.

Der schönste Moment in Lissabon

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