AMMERSEE: die schönsten Orte und alles was man wissen musst

Rund 40 Kilometer von München entfernt, gehört der Ammersee zum sogenannten Fünfseenland. Das ist eine Region, die aus dem Ammersee, dem Starnberger, dem Wörthsee, dem Pilsensee und dem Weßlinger See besteht und zu den beliebtesten Naherholungsgebieten in Bayern zählt. Was den Ammersee so besonders macht, erfährst du in diesem Beitrag.

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Ammersee

1. WAS DEN AMMERSEE SO BESONDERS MACHT

Der Ammersee ist der 3. größte See in Bayern und der 6. größte in Deutschland. Er ist eher etwas ruhiger, weiter und naturbelassener. Hier kann man richtig entspannen.

Mit seinen rund 47 Quadratkilometern Fläche ist er der drittgrößte See Bayerns und entstand am Ende der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 bis 15.000 Jahren, als sich die Gletscher zurückzogen.

Die ersten Siedlungsspuren rund um den See reichen bis in die Bronzezeit zurück. Später nutzten Römer die Gegend als Verkehrs- und Siedlungsraum, bevor sich im Mittelalter die heutigen Orte entwickelten.

Im Vergleich zum Starnberger See ist der Ammersee deutlich flacher. Deshalb erwärmt sich das Wasser schneller, weshalb der See heute zu den beliebtesten Badeseen Bayerns zählt.

Und wenn man abends einen der spektakulären Sonnenuntergänge mit Blick auf die Alpen beobachten kann, fragt man sich, ob das alles real ist.

Ammersee

2. DIE SCHÖNSTEN ORTE AM AMMERSEE

Herrsching am Ammersee

Mit rund 11.000 Einwohnern ist Herrsching der größte Ort am See und meistens der erste Kontakt mit dem See. Aber Herrsching ist mehr als nur ein Startpunkt –hier kann man problemlos einen ganzen Tag verbringen.

Das Herzstück des Ortes ist die berühmte Uferpromenade. Mit einer Länge von über zehn Kilometern gilt sie als die längste Seeuferpromenade Deutschlands. Sie führt direkt am Wasser entlang und verbindet Liegewiesen, Zugänge zum See, Cafés und ruhige Plätze miteinander.

Gerade am späten Nachmittag oder abends entfaltet Herrsching seinen ganzen Charme. Die Sonne steht tief, das Licht wird weicher, und irgendwo zwischen den Bootsstegen und Liegewiesen entsteht dieses Gefühl, dass man eigentlich gar nichts mehr sonst braucht.

Wenn du etwas aktiver unterwegs sein willst, hast du hier viele Möglichkeiten: Du kannst dir für 17 Euro die Stunde ein SUP leihen, ein Tretboot nehmen, Windsurfen oder einfach ins Wasser springen – die Zugänge zum See sind unkompliziert und oft kostenlos.

Kultur

Auch kulturell hat Herrsching mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick denkt. Die Pfarrkirche St. Martin liegt etwas erhöht im Ort und gibt einen guten Eindruck davon, wie lange dieser Platz schon besiedelt ist. Von hier kannst du bis zum See schauen.

Das Kurparkschlösschen direkt an der Promenade ist ein , schönes historisches Gebäude, das heute für Veranstaltungen genutzt wird. Ein tolles Fotomotiv, auch ein Ort zum Verweilen und immer mit schönen Blumen bepflanzt.

Kurschlösschen Herrsching

Am Dampfersteg, starten die Schiffe für eine Bootstour über den See. Hier ist auch einer der schönsten Orte für Sonnenuntergänge.

Was viele nicht wissen: Herrsching war schon im 19. Jahrhundert ein beliebter Rückzugsort für wohlhabende Münchner. Mit dem Anschluss an die Bahn entwickelte sich der Ort schnell zu einem klassischen Sommerfrische-Ziel.

Heute spürt man davon noch ein bisschen – aber es ist deutlich entspannter und weniger exklusiv als z.B. der Starnberger See.

Unsere Empfehlungen

Absoluter Lieblingsplatz: Bayrische Brandung- hier bekommst du ohne Pfand leckere Cocktails, Bier, Wein… im Glas und da es nur 8 Sitzplätze gibt, setzen sich hier alle entlang der Promenade zum Sonnenuntergang einfach auf die Mäuerle. Mehr Urlaubsfeeling gibt es kaum.

Essen kannst du überall südlich vom Kurschlösschen entlang der Promenade in Biergärten und Restaurants und oft mit Blasmusik untermalt. Oder aber im Brauhaus Herrsching, dass zwar etwas außerhalb liegt, aber ganz traditionell ist. Hier kannst du das selbst gebrautes Bier trinken oder aber auch kaufen. Hier unbedingt Brotzeit bestellen.

Sehr beliebt ist auch das Seespitz am Ende der Promenade.

Wir parken immer in der Nähe des Balkan Grill, da kann man nachts auch kostenfrei parken.

Herzensempfehlung. Wenn du eine Flasche Wein suchst, besuch unbedingt-am besten Samstag Vormittag- den Laden Weinerlebnis bei Michael. Hier wirst du herzlich empfangen und probierst mit Einheimischen bei netten Geschichten das eine oder andere Glas.

Kloster Andechs –auf dem heiligen Berg

Vom Ortszentrum in Herrsching führt ein gut ausgebauter Wanderweg in etwa anderthalb bis zwei Stunden hinauf zum Kloster Andechs. Der Weg verläuft durch Wald, ist angenehm zu gehen und wird unterwegs immer wieder von kleinen Ausblicken unterbrochen.

Oben angekommen öffnet sich die Landschaft – und gleichzeitig betritt man einen der bekanntesten Wallfahrtsorte Bayerns.

Das Kloster selbst gehört zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten Bayerns und wurde bereits im Mittelalter bekannt. Seine Ursprünge reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück, die heutige barocke Anlage entstand größtenteils im 17. und 18. Jahrhundert. Wegen der Reliquien in der heiligen Kapelle wird Andechs als heiliger Berg bezeichnet.

Kloster Andechs

Das Kloster Andechs von 1455 ist nicht nur historisch bedeutend, sondern auch ein Ort, an dem sich Tradition und Genuss verbinden. Die barocke Klosterkirche ist reich mit viel Gold und vielen Bildern verziert und gehört zu den eindrucksvollsten barocken Bauwerken der Region. Gleichzeitig ist das Kloster aber auch für seine Brauerei bekannt, die seit Jahrhunderten betrieben wird.

Die Lage ist einfach fantastisch. Von oben öffnet sich der Blick weit über die Landschaft bis hin zum Ammersee.

Essen kannst du entweder im Biergarten, im Braustüberl oder im Klostergasthof mit einem fantastischen Blick von der Terrasse- unbedingt reservieren an Wochenenden und Feiertagen.

Ganz modern kannst du hier auch eine virtuelle Klosterbrauereiführung machen.

Das leckere Bier solltest du auf jeden Fall probieren.

Dießen am Ammersee

Dießen mit seinen 10500 Einwohner wirkt direkt anders als Herrsching.

Der Ort ist bekannt für seine lange Tradition im Kunsthandwerk, vor allem im Bereich Keramik. Überall im Ort findest du kleine Ateliers, Werkstätten und Galerien.

Das Zentrum ist das Marienmünster, eine der beeindruckendsten Barockkirchen Süddeutschlands. Schon von außen wirkt es massiv und ruhig – innen entfaltet sich dann eine völlig andere Wirkung mit aufwendigen Details und einer fast schon unerwarteten Leichtigkeit.

Dießen hat eine Promenade, aber eigentlich gibt der Ort nicht sehr viel her. Hier kann man viel mit dem Camper frei stehen, aber es gibt auch hier einen Campingplatz.

Utting am Ammersee

Utting hat etwa 4.500 Einwohner und gehört zu den ruhigeren Orten am See. Hier geht alles ein bisschen langsamer – und genau das macht den Reiz aus.

Utting hat ein schönes Strandbad und einen großen Campingplatz.

Der Dampfersteg, die Badewiesen und die kleinen Cafés direkt am Wasser machen Utting zu einem perfekten Ort, um mal anzuhalten .

Zwischen Utting und Schondorf kommen dann sehr viele Bootshäuser.

Schondorf

Schondorf, mit rund 4.000 Einwohnern, liegt etwas erhöht und bietet dadurch immer wieder schöne Ausblicke auf den See.

Es ist kein Ort mit vielen Sehenswürdigkeiten im klassischen Sinne – aber genau deshalb bleibt man hier oft länger stehen, als man ursprünglich geplant hatte.

Stegen (Inning am Ammersee)

Stegen ist einer der bekanntesten Spots am Nordufer.

Hier kann man im Restaurant Fischer schön im Biergarten sitzen, ein Eis in der Eismacherei holen oder den Tag auf der Liegewiese mit Toiletten, Kiosk und Surferspot am See verbringen.

Auch von hier kann man mit der Augsburg eine Seerundfahrt unternehmen.

Nach Stegen geht es zwar etwas den Berg hoch, aber man kann schön auf den See schauen und hat einen Blick auf Kloster Andechs. Bis nach Herrsching geht es dann nur noch den Berg runter.

3. DAS SOLLTEST DU AM AMMERSEE MACHEN

  • Sonnenuntergang an der Promenade in Herrsching erleben
  • Baden (perfekter Sommersee)
  • SUP oder Boot fahren
  • in einem Biergarten direkt am Wasser sitzen
  • Minigolf ist hier voll das Ding, in jedem Ort gibt es einen
  • oder unser persönliches Highlight: einmal komplett um den See radeln

4. DIE RADTOUR RUND UM DEN SEE

  • Strecke: ca. 48 km
  • Dauer: 3–5 Stunden
  • Start: Herrsching oder Dießen

Die wohl beste Art, den See wirklich zu erleben, ist eine komplette Umrundung mit dem Fahrrad.

Die Strecke ist etwa 48 Kilometer lang und führt einmal rund um den See. Am besten startest du in Herrsching und folgst dem Ufer im Uhrzeigersinn.

Auf der Ostseite des Sees fährst du immer am Wasser entlang und später im Süden an der Ammer entlang, wo du am Wochenende Fliegenfischern beim Angeln zuschauen kannst. Jetzt führt der Radweg dich längere Zeit weg vom See über Felder und Wiesen. Aber immer mit einem unglaublichen Blick auf die Alpen. Du kommst an Kuhweiden vorbei, kannst Störche ganz nah sehen.

Diese Tour bietet wahnsinnig viel Abwechslung. Asphalt, Schotterwege und ruhige Waldabschnitten. Immer wieder öffnen sich neue Perspektiven auf den See – mal nah am Wasser, mal etwas erhöht mit schönem Blick.

Im Vergleich zum Starnberger See ist die Strecke insgesamt ruhiger, weniger frequentiert und wirkt dadurch deutlich entspannter.

5. FAZIT: WARUM DER AMMERSEE SO BESONDERS IST

Du kannst hier aktiv sein, Rad fahren, wandern oder ins Wasser springen – aber du kannst auch einfach sitzen bleiben und nichts tun.

Der Ammersee bietet einen irren Blick auf die Alpen, alles ist entspannt und typisch bayrisch. Der See hat die schönsten Sonnenuntergänge überhaupt und morgens, wenn noch keine Leute unterwegs sind und man den See ganz für sich hat, denkt man das Leben könnte schöner nicht sein.

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Ammersee Sonnenuntergang

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