Was man in Panama City nicht verpassen darf

Wie du vielleicht schon weißt, sind wir keine riesen Großstadtfans. Und wenn du uns fragst, ob du UNBEDINGT nach Panama reisen musst, können wir das nicht mit einem lauten Ja beantworten.

Aber nach Panama City musst du unbedingt. Wer keine Zeit für eine ganze Panama Reise hat, kann gut einen Stopp Over in der Hauptstadt einlegen. Panama City ist der Umsteigeflughafen für Reisen nach Süd- und Mittelamerika. Deshalb können wir dir absolut empfehlen, dort ein paar Tage einzubauen.

Wie viele? Das kommt ganz darauf an. Aber wir würden sagen, dass 2-3 Nächte ausreichen. Wir zeigen Dir, was es alles zu sehen gibt.

Wie kommt man in die Stadt

Dazu haben wir ausführlich in einem unserer Panama Beiträge geschrieben. Wir können Uber bei der Anreise und den Metrobus ab Albrook Bahnhof bei der Abreise empfehlen.

Wo wohnen?

Natürlich kommt das darauf an, was du alles unternehmen willst. Um zentral zu sein, können wir Hotels in der Nähe des östlichen Endes der Cinta Costera empfehlen.

Ansonsten ist es wichtig vielleicht eine Metroanbindung zu haben. Die bringt dich überall hin. Noch besser ist es, eine gute Anbindung zum Albrook Bahnhof zu haben. Von dort kannst du einfach alles erreichen.

Wir haben im Gran+Evenia+PanamaHotel im Stadtteil El Cangrejo geschlafen und waren 500m von der Metro entfernt. Uber kostet allerdings eh meist nur 3-5 Dollar.

Was sollte man in Panama City nicht verpassen?

1. Casco Viejo – die Altstadt

Die bekannte Altstadt von Panama. Oder eher die neue Altstadt. Denn das ursprüngliche Zentrum Panama Viejo liegt etwas außerhalb des heutigen Zentrums. Deshalb Achtung! Nicht verwechseln. Wir haben uns das Viejo gespart, da wir Ruinen nicht so spannend finden.

Aber die Altstadt von Panama City solltest du auf jeden Fall besuchen. Sie wurde 2003 zum Unesco Weltkulturerbe erklärt.

Die bunten Häuser, von denen viele schon sehr schön restauriert wurden, laden zum Fotografieren ein. Man schlendert durch die Gassen mit den vielen kleinen Geschäften, Boutiquen und Kaffees und macht eine Pause am Plaza de la Independencia.

Plaza de la Independencia

Dort gibt es einiges zu sehen.

  • das spannende Kanalbau Museum
  • die Kathedrale von Panama
  • der wunderschöne Pavillon
  • viele alte Gemäuer

Dort kannst du am Pavillon rasten und ein leckeres Schabeeis essen.

Plaza de Francia

Weiter geht es zum Plaza de Francia mit Steintafeln und Statuen.

Dort kannst du die Treppe nach oben laufen und an der Promenade Paseo las Bovedas auf der Ufermauer entlang mit Blick auf die Umgehungsstraße der Stadt spazieren. Denn leider wird das Viertel nun von einer 200m hohen Umgehung eingefasst.

Diese Umgehung sollte den Verkehr in der Stadt entspannen. Abgesehen davon, dass er Unmengen an Geld verschlungen hat, 190 Mio. Dollar, hat die Idee leider auch überhaupt nicht funktioniert. Da es die Problemgebiete gar nicht anbindet.

Die Promenade ist übrigens viel schöner bei Flut anzuschauen. Am Ende läufst du unter einem Blumen Baldachin durch und kannst noch etwas Kunsthandwerk shoppen.

In der Altstadt steht auch der Präsidentenpalast.

Übrigens ist die Altstadt auch ein typische Ausgehviertel für den Abend.

2. Der Fischmarkt

Ganz in der Nähe der Altstadt befindet sich der berühmte Mercado de Mariscos. Dort kannst du natürlich Fisch kaufen.

Außerdem kann man da super Mittag essen. An unzähligen Ständen kommen dir etwas aufdringliche Bedienungen mit wedelnden Speisekarten entgegen und versuchen dich in ihr Lokal zu locken.

Vermutlich ist die Qualität überall relativ gleich. Deshalb kannst du entweder nach Sympathie oder Preis entscheiden. Wir sind eher bis ziemlich ans Ende gelaufen. Der Markt ist wirklich laut und trubelig. Am Ende des Marktes wurde es etwas ruhiger. Übrigens wird der Markt stark von Einheimischen frequentiert.

Hier gibt es die frischeste Ceviche.

Ceviche ist roher Fisch, der durch das marinieren mit Zitrone eine Art Kochvorgang durchläuft. Du kannst hier Ceviche von unterschiedlichen Fischsorten bestellen- Fish, Octopus, Shrimp… und in verschiedenen Größen-vaso, pinta, cuarto….

Wir hatten 2 Sorten in Pinta Größe. Das war uns eigentlich zu viel. Dazu haben wir Yuca gegessen.

Essen in Panama

3. Spazieren auf der Cinta Costera

Frisch gestärkt kann man jetzt einen langen Spaziergang auf der Promenade Cinta Costera machen. Direkt am Wasser läuft man mit Blick auf die grandiose Skyline. Über 3,5 km gelangt man mit vielen Joggern, Radfahrern und Skatern zum Plaza de la Democracia.

Platz bietet die Promenade dabei für alle.

Vom Fischmarkt nach Osten zu laufen ist die bessere Wahl. Denn anders herum hat man die Skyline immer im Rücken.

Uns hat dieser Teil übrigens stark an Miami erinnert.

4. Albrook Bahnhof

Natürlich keine richtige Sehenswürdigkeit. Aber unserer Meinung nach solltest du dort auf jeden Fall mal gewesen sein. Wobei es sich wahrscheinlich kaum vermeiden lässt.

Der Albrook ist der Reiseknotenpunkt der Stadt. Dort kommt die Metro an, dort fahren alle Busse für die ganze Stadt, das Umland und zum Flughafen. Außerdem kann man dort in alle Busse steigen, die weit entfernte Ziele ansteuern. Wie zum Beispiel den Nachtbus, der in 10 h bis Bocas fährt.

Direkt am Bahnhof gibt es übrigens auch das größte Shopping Center von ganz Lateinamerika und auch den Inlandsflughafen mit gleichem Namen findest du dort.

Von Bahnhof fährt auch der Bus, der dich zu unserem nächsten Ziel führt.

Top Highlights Panama

5. Calzada de Amador

Den schönsten Sonnenuntergang kannst du auf diesem Causeway erleben. Der Calzada Amador ist ein von Palmen gesäumter 6 km langer Damm, der am Eingang des Panamakanals liegt. Er verbindet die 4 verschiedenen, aufgeschütteten Inseln mit dem Festland.

Ursprünglich 1913 von den Amerikanern als Versorgungsstraße und als Schutz für den Kanal erbaut und nur für das Militär zugängig. Heute eine Flaniermeile bei Tag und am Abend. Mit Fahrrädern, Kettcars und Skatern. Familien, Pärchen und Freunden.

Noch auf dem Festland :

Hier findest du das Convention Center mit vielen Veranstaltungen. Außerdem das bunte Biomuseum, mit Ausstellungen über die Tiere und Pflanzen Panamas.

https://biomuseo.org/

Insel Naos:

Von dieser Insel hast du im Westen einen Blick auf die Brücke, die Süd und Nordamerika verbindet und kannst den Schiffen beim Einlaufen im Kanal zusehen.

Hier befindet sich auch das Smithonien Tropical Institute und die Anlegestelle für Boote auf die Insel Tabogo.

Insel Culebra:

Tagsüber kannst du auf der Isla Culebra im Nature Center Park das Meeresmuseum mit Aquarien, Legunen, Faultieren und Schildkröten besuchen.

Abends kannst du an Grillständen was zu essen holen, Kettcar fahren und den Blick auf die beleuchtete Skyline der Stadt genießen.

Insel Perico:

Hier findest du teure Restaurants und Geschäfte. Am Abend lässt sich hier der Blick auf die Skyline bei ein paar Drinks genießen.

Insel Flamenco:

Am Abend geht man auf der Insel Flamenco zur Marina zum wunderschönen Sonnenuntergang. Hier lässt es sich auch sehr gut essen.

6. Der Panama Kanal

Etwas, auf das ich ursprünglich verzichten wollte. Wir haben zu Hause arg diskutiert, ob sich das lohnt. Aber Sven hat sich zum Glück durchgesetzt.

Den spannenden Kanal, am besten an den gut erreichbaren Miraflores Schleusen ist äußerst spannend. Buch unbedingt ein Ticket für das Kino dazu und lerne mit frischem Popcorn, wie der Kanal gebaut wurde. Einfach beeindruckend. Und dann sieh in aller Ruhe dabei zu, wie die Schiffe mit extremer Präzision durch den Kanal geschleust werden.

https://visitcanaldepanama.com/en/points-of-interest/miraflores-visitor-center/

7. Bootsfahrt auf dem Gatun See

Und wenn du dann schon einmal dort bist, kannst du noch ein Stück weiter zum Gatun See fahren. Der künstlich angelegte See, der die Schleusen speist. Auf ihm Fahren die großen Containerschiffe zur Schleuse. Und du kannst das auch.

Miete am See ein Boot und lass dich über den See fahren. So kommst du ganz nah an die Riesen Schiffe heran. Weiter geht die Fahrt dann zu den Monkey Islands. Dort siehst du auf jeden Fall 4 verschiedene Affen Arten. Und es ist auch ganz schön, ein bisschen durch den Dschungel geschippert zu werden.

Du kannst das ganze auch von Panama aus über einen Touranbieter buchen. Aber wir fanden das im Nachhinein eher quatsch und zu teuer.

8. Metropolitan National Parque

Völlig irre -liegt eigentlich mitten in der Stadt ein Nationalpark. Vom Albrook kommst du ganz bequem mit dem Bus dort hin. Oder einfach mit einem Uber vom Hotel. Unbedingt feste Schuhe anziehen.

Am Eingang zahlst du 4 Dollar Eintritt und registrierts dich. Vielleicht willst du dir auch noch was zu trinken mitnehmen. Die Ranger beraten dich auch zur Strecke.

Der Park besteht aus 4 unterschiedlichen Wegen. Wir sind zuerst den El Robie und dann den La Cienaguita gelaufen.

Ganz klare Empfehlung: Geh unbedingt am frühen morgen dorthin. Ab 10 Uhr wird es so feucht, dass wandern eher semi wird. Außerdem siehst du morgens definitiv mehr Tiere. Vor allem wenn es noch weniger Besucher hat.

Die Strecke geht schön durch den Dschungel und man trifft nicht so viele Menschen. Unterwegs sieht man dann Faultiere, Tukane, Schildkröten und viele Vögel.

Eines der Highlights war für uns aber definitiv der Ausblick von ganz oben auf Panama City. Diesen Ausblick solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen.

Die Wege sind als Rundwege angelegt, so kannst du dich auf keinen Fall verlaufen. Da wir nicht solang brauchten, haben wir entschieden noch den Los Momotides Weg zu laufen. Dazu musste man erst die Hauptstraße überqueren. Um ehrlich zu sein, fanden wir den Weg nicht besonders spannend und er hätte sich nicht gelohnt, wenn? Wir haben dort tatsächlich noch ein Gürteltier gesehen. Dafür hat es sich dann eben doch gelohnt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert