Nur rund 25 Kilometer südlich von München liegt einer der schönsten Seen Bayerns. Kristallklares Wasser, entspannte Promenaden, kleine Orte mit Charakter und an klaren Tagen ein Panorama, das bis tief in die Alpen reicht. Der Starnberger See.
Ob als Tagesausflug, Wochenendtrip oder Zwischenstopp: Der Starnberger See ist genau die Mischung aus Natur und Aktivität, die man sich wünscht.
Es gibt diese Orte, die fühlen sich nach Urlaub an, obwohl sie eigentlich direkt vor der Haustür liegen.
Der Starnberger See ist einer dieser Orte. Du steigst aus, gehst ein paar Schritte Richtung Wasser – und merkst sofort, warum dieser See zu den beliebtesten Ausflugszielen in ganz Bayern gehört.
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1. FUN FACTS & INTERESSANTE INFOS ZUM STARNBERGER SEE
Der Starnberger See ist mit 58 qm der 5. größte See Deutschlands und entstand während der letzten Eiszeit als Gletschersee. Er ist rund 21 Kilometer lang und bekannt für seine Tiefe, sein klares Wasser und seine besondere Lage direkt vor den Alpen.
Der Starnberger See hat mehr Geschichten, als man auf den ersten Blick vermutet. Einige davon machen den Ort erst richtig spannend:
- Der See ist bis zu 127,7 Meter tief – damit gehört er zu den tiefsten Seen Deutschlands.
- Früher hieß er Würmsee, benannt nach dem Fluss Würm, der hier entspringt.
- Das Wasser zählt zu den saubersten Badeseen in Bayern – Trinkwasserqualität ist keine Seltenheit.
- An klaren Tagen kannst du von vielen Stellen aus die Zugspitze sehen.
- Die Region war schon im 19. Jahrhundert ein beliebter Rückzugsort für den Adel und wohlhabende Münchner.
- König Ludwig II. starb 1886 im See bei Berg – bis heute sind die genauen Umstände nicht vollständig geklärt.
- Die Roseninsel war ein geheimer Rückzugsort des bayerischen Königs – er traf sich dort mit Kaiserin Elisabeth (Sisi).
- Viele Villen rund um den See sind bis heute in Privatbesitz und prägen das elegante Gesamtbild der Region.
2. DIE SCHÖNSTEN ORTE RUND UM DEN SEE
Starnberg
Mit rund 24.000 Einwohnern ist Starnberg die größte Stadt am See und für die meisten Besucher der Einstieg. Hier beginnt die klassische Erkundung des Sees – egal ob zu Fuß, mit dem Boot oder auf dem Fahrrad.
Die Seepromenade ist das Zentrum des Geschehens. Von hier aus hast du direkten Zugang zum Wasser, kannst Boote mieten oder einfach entspannt entlanglaufen. Gerade an warmen Tagen entsteht hier eine angenehme Mischung aus Stadtleben und Urlaubsstimmung. Da der See von München aus mit der S-Bahn erreichbar ist, ist hier natürlich ordentlich was los. Es geht um sehen und gesehen werden und die Preise spiegeln das Klientel wieder.

Am Wochenende ist die Promenade irre voll, vor allem rings um den Bahnhof. Hier gibt es einen Bootsverleih neben dem anderen. Aber man kann auch schön am Wasser sitzen. Z.B. in der Eisdiele Gelatino und im Restaurant Seebar Starnberg hat man einen tollen Blick auf den See und kann bei Pizza und Aperol das Leben genießen.

Sehenswert sind vor allem das Schloss Starnberg, das oberhalb des Sees liegt, sowie das Museum Starnberger See, das einen spannenden Einblick in die Geschichte der Region gibt. Auch die kleine Nepomuk-Kirche in Seenähe ist einen kurzen Abstecher wert.
Geschlafen haben wir auf dem Wohnmobilstellplatz am Tennisclub in Starnberg.
Berg und Leoni
Die Gemeinde Berg, zu der auch Leoni gehört, hat rund 8.000 Einwohner und ist vor allem durch ein historisches Ereignis bekannt: den Tod von König Ludwig II. im Jahr 1886 – bis heute ein großes Mysterium.
Die Votivkapelle erinnert an dieses Ereignis und liegt direkt am See. Der Weg dorthin führt über einen kleinen Kreuzweg und gehört zu den ruhigeren, aber eindrucksvolleren Orten am See.
Zwischen Berg und Seeshaupt bekommt man viele Schlösser und Villen am Ufer zu sehen.
Im Süden der Ostseite kommen dann im Ambacher Erholungsgebiet viele Liegewiesen mit Biergärten und Campingplätzen. Hier kann man an einem Sonnentag gut aushalten.

Seeshaupt
Am südlichen Ende des Starnberger Sees liegt Seeshaupt mit etwa 3.200 Einwohnern. Hier verändert sich die Atmosphäre spürbar – es wird ruhiger und naturnaher als im Norden.
Besonders schön ist das angrenzende Naturschutzgebiet rund um die Osterseen. Wenn du etwas mehr Zeit hast, lohnt sich ein Abstecher dorthin auf jeden Fall.
Die Kirche St. Michael sowie die vielen kleinen Badeplätze machen Seeshaupt zu einem perfekten Ort für eine Pause.

Bernried
Mit rund 2.300 Einwohnern ist Bernried deutlich kleiner.
Das Highlight ist das bekannte Buchheim Museum, das direkt am See liegt und Kunst mit Natur verbindet. Ergänzt wird das Ganze durch den weitläufigen Bernrieder Park, das Naherholungsgebiet eignet sich perfekt für einen Spaziergang.
Auch das Kloster Bernried sowie die Kirche St. Martin sind einen kurzen Besuch wert.


Tutzing am Starnberger See
Tutzing zählt mit rund 10.000 Einwohnern zu den größeren Orten am See und ist vor allem im Sommer ein beliebter Treffpunkt.
Die Uferpromenade gehört zu den schönsten am gesamten Starnberger See. Cafés, Restaurants und kleine Plätze laden dazu ein, eine Pause einzulegen. Von hier hast du einen der besten Ausblicke über den See.
Besonders sehenswert sind die Kirche St. Joseph sowie die Evangelische Akademie Tutzing, die direkt am See liegt und architektonisch interessant ist.
Das Museumsschiff ist zur Zeit leider geschlossen.

Dafür fühlt man sich am Tutzinger Aussichtsort den Flair der alten Zeit.
Direkt am See liegt auch der Tutzinger Biergarten, in dem man lecker Essen kann und sehr hübsch sitzt.

Feldafing
Feldafing, mit etwa 4.500 Einwohnern, gehört zu den eher unterschätzten Orten am Starnberger See. Dabei lohnt sich ein Stopp hier definitiv.
Der Ort ist bekannt für den traditionsreichen Golfclub Feldafing und seine vielen Villen aus der Jahrhundertwende. Besonders schön sind die Uferwege, die dich immer wieder direkt ans Wasser führen.
Die Kirche St. Peter und Paul liegt etwas erhöht und bietet einen schönen Blick auf die Umgebung
DIE ROSENINSEL
Ein echtes Highlight, das viele gar nicht auf dem Schirm haben, ist die Roseninsel. Sie liegt mitten im See und ist nur per Fähre erreichbar.
Die Insel ist klein, ruhig und wirkt fast wie eine eigene Welt. Besonders beeindruckend ist der Rosengarten mit über 800 Rosensorten, der vor allem im Sommer in voller Blüte steht.
Dazu kommt das sogenannte Casino, ein historisches Gebäude aus der Zeit von König Maximilian II., das der Insel zusätzlich einen besonderen Charakter verleiht.

Possenhofen
Weiter Richtung Starnberg liegt Possenhofen, ein Ortsteil von Pöcking mit rund 5.000 Einwohnern. Der Ort wirkt deutlich ruhiger als Starnberg und ist vor allem für seine Verbindung zu Kaiserin Sisi bekannt, die hier einen Teil ihrer Kindheit verbrachte.
Das Schloss Possenhofen liegt direkt am See, ist zwar privat, aber dennoch von außen sehenswert. In der Nähe findest du auch ein kleines Sisi-Denkmal sowie einige der schönsten frei zugänglichen Badeplätze am gesamten See.

3. DAS SOLLTEST DU AM STARNBERGER SEE UNBEDINGT MACHEN
1. Sonnenuntergang am See
Egal wo – der Sonnenuntergang hier ist jedes Mal besonders. Mit den Alpen im Hintergrund sieht es manchmal fast unreal aus..
2. Baden gehen
Ist im Sommer fast Pflicht. Es gibt viele sehr schöne kostenlose Badeplätze und super schöne Liegewiesen mit Biergärten rund um den See.
3. Boot fahren
Ob Tretboot, SUP oder Schiff – der See funktioniert am besten vom Wasser aus. Mieten kannst du die fast überall. Am einfachsten natürlich in Starnberg.
4. Biergarten mit Seeblick
Davon gibt es wirklich einige. Mit einem Bier, einer Brezel und Obatzda kann man den Tag ausklingen lassen.
5. Einmal komplett um den See radeln
Das Highlight – und unserer Meinung nach die beste Art, den Starnberger See wirklich zu erleben.

4. DIE PERFEKTE RADTOUR UM DEN STARNBERGER SEE
- Startpunkt: Starnberg
- Am besten im Uhrzeigersinn
- Östliche Seeseite ist weniger los immer, es geht immer am See entlang mit dem Blick auf die Alpen und immerzu gibt es viele Biergärten

STRECKE, DAUER UND SCHWIERIGKEIT
Die Strecke ist rund 55 Kilometer lang und verläuft einmal komplett um den See. Je nach Tempo und Pausen solltest du etwa drei bis fünf Stunden reine Fahrzeit einplanen – realistisch wird es aber eher ein Tagesausflug.
WARUM DIESE RADTOUR SO BESONDERS IST
Die Strecke wechselt immer wieder zwischen
ruhigen Asphaltwegen, kleinen Straßen, Waldabschnitten und Schotterpassagen ab.
Immer wieder öffnen sich neue Blicke auf den See – und bei klarem Wetter siehst du die Alpen im Hintergrund.
Dazu kommen unzählige Möglichkeiten für kurze Stopps: kleine Badeplätze, Cafés, Biergärten oder einfach ein ruhiger Spot direkt am Wasser.

5. Fazit
Der Starnberger See ist kein Geheimtipp – und genau das merkt man auch. Aber gleichzeitig ist er einer dieser Orte, bei denen das völlig egal ist.
Uns gefällt der See sehr gut. Auch wenn es etwas teurer ist, aber die Farbe vom Wasser mit Blick auf die Alpen ist unglaublich.
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