Wer zwischen den Wolkenkratzern, riesigen Bahnhöfen, Leuchtreklamen und Menschenmassen Tokyos nach dem traditionellen Japan sucht, landet früher oder später in Asakusa. Der bekannte Stadtteil im Nordosten des Zentrums gehört zu den bekanntesten Vierteln Tokyos und fühlt sich ein wenig anders an als Shibuya oder Shinjuku.
Hier steht mit dem Sensō-ji der älteste buddhistische Tempel Tokyos, Rikschas fahren für die Touristen durch die Straßen. Kleine Geschäfte verkaufen traditionelle Süßigkeiten und japanisches Kunsthandwerk und über den Dächern taucht immer wieder der beeindruckende, moderne Tokyo Skytree auf.
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INHALTSVERZEICHNIS
- 1. Wo liegt Asakusa?
- 2. Asakusa und das alte Edo
- 3. Sensō-ji – der älteste Tempel Tokyos in Asakusa
- 4. Asakusa-Schrein – buddhistischer Tempel trifft Shintoismus
- 5. Asakusa abseits des Sensō-ji
- 6. Sumida River – Asakusa am Wasser
- 7. Ryogoku Kokugikan – das Herz des japanischen Sumo
- 8. Essen, Übernachten, Transport in Asakusa
- 9. Fazit Asakusa

1. Wo liegt Asakusa?
Asakusa liegt im Taitō-Bezirk im Nordosten Tokyos, direkt westlich des Sumida River. Östlich vom Fluss liegt der Stadtteil Sumida mit dem Tokyo Skytree. Und westlich von Asakusa schließt sich der Stadtteil Ueno an.
Diese 3 Stadtteile kann man also gut kombinieren, vor allem, wenn man wenig Zeit hat.

Früher lebten in dem Gebiet am Sumida Fluss eher einfache Leute, Handwerker und Händler. Nördlich des Tempelbereiches in Asakusa fand man früher das Prostituiertenviertel. Viele Gebäude wurden zerstört. Aber rund um den Senso ji kann man die alte Atmosphäre noch erahnen.
Gut erreichbar ist Asakusa mit der Tokyo Metro Ginza Line und der Asakusa Line.
Hier kommst du zum Metroplan->
2. Asakusa und das alte Edo
Tokyo hieß bis 1868 Edo. Während sich rund um die Burg Edo – den heutigen Kaiserpalast – die politische Macht konzentrierte, entwickelte sich Asakusa in der Edo Zeit zu einem bedeutenden Vergnügungs-, Handels- und Tempelviertel.
Eine entscheidende Rolle spielte dabei der Sensō-ji. Rund um den Tempel entstanden Teehäuser, Geschäfte, Gasthäuser, Kabuki Theater und Unterhaltungsmöglichkeiten. Menschen kamen nicht nur zum Beten nach Asakusa, sondern auch zum Essen, Einkaufen und Feiern.
Auch später blieb Asakusa bedeutend. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts befanden sich hier Theater, Varietés und einige der ersten Kinos Japans.
Das Viertel wurde allerdings mehrfach schwer zerstört – unter anderem beim Großen Kantō-Erdbeben von 1923 und während der Luftangriffe auf Tokyo im Zweiten Weltkrieg. Viele Gebäude, die heute historisch wirken, sind deshalb Rekonstruktionen.

3. Sensō-ji – der älteste Tempel Tokyos in Asakusa
Das absolute Highlight von Asakusa ist der Sensō-ji. Der buddhistische Tempel wurde im Jahr 628 gegründet und gilt als ältester Tempel Tokyos.
Sensō-ji selbst ist frei zugänglich, sodass man bereits früh morgens durch die Tempelanlage laufen kann, bevor die meisten Geschäfte öffnen und die großen Besuchergruppen eintreffen.

Zwei Fischer sollen im Sumida River eine kleine Statue der buddhistischen Göttin Kannon, der Göttin des Mitgefühls, gefunden haben. Sie warfen die Figur zunächst wieder zurück ins Wasser – doch sie soll immer wieder in ihre Netze gelangt sein. Schließlich erkannte man ihre religiöse Bedeutung und errichtete einen Ort zu ihrer Verehrung. Daraus entwickelte sich der Sensō-ji. Die Kannon-Statue selbst wird der Öffentlichkeit übrigens nicht gezeigt. Sie gilt als verborgenes Heiligtum des Tempels.
Heute besuchen jedes Jahr Millionen Menschen den Sensō-ji. Damit gehört er nicht nur zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Tokyos, sondern zu den bedeutendsten religiösen Orten Japans.

Kaminarimon – das berühmte Donnertor
Der Start in das Tempelareal ist das berühmte Donnertor. Es ist eines der bekanntesten Fotomotive Tokyos, wenn nicht sogar Japans.
In der Mitte des Tores hängt eine riesige rote Laterne mit schwarzen Schriftzeichen. Die Laterne ist fast vier Meter hoch und wiegt mehrere hundert Kilogramm. Rechts und links des Tores stehen die Figuren von Fūjin, dem Gott des Windes, und Raijin, dem Gott des Donners.

Direkt nach dem Tor beginnt dann eine der bekanntesten Einkaufsstraßen Japans.
Extratipp: Direkt gegenüber des Kaminarimon befindet sich das Asakusa Culture Tourist Information Center. Das moderne Gebäude besitzt eine kostenlose Aussichtsplattform. Von dort schaut man direkt auf das Kaminarimon, die Nakamise-dori und den Sensō-ji. Auf der anderen Seite sieht man Richtung Sumida River und Tokyo Skytree. Der Eintritt ist kostenfrei.

Rikschafahrt durch Asakusa
Rund um das Kaminarimon stehen zahlreiche traditionelle Jinrikisha, also Rikschas. Die Fahrer ziehen ihre Gäste zu Fuß durch das Viertel und erzählen unterwegs etwas über Asakusa. Natürlich ist das touristisch. Trotzdem passen die Rikschas erstaunlich gut in dieses Viertel und bieten die Möglichkeit, auch kleinere Straßen zu entdecken.

Nakamise-dori – 250 Meter Shopping vor dem Tempel in Asakusa
Zwischen dem Kaminarimon und dem Tempel Sensō-ji verläuft die etwa 250 Meter lange Nakamise-dori mit ihren fast 90 Geschäften. Übersetzt „Straße zwischen den Geschäften“.
Auf beiden Seiten stehen kleine Geschäfte und Verkaufsstände. Die Geschichte dieser Einkaufsstraße reicht mehrere Jahrhunderte zurück. Heute bekommt man hier klassische Tokyo-Souvenirs, Fächer, Essstäbchen, kleine Taschen, Stoffwaren, Glücksbringer und natürlich jede Menge Essen. Besonders spannend sind die japanischen Süßigkeiten und Snacks.

Allerdings ist die Nakamise-dori tagsüber extrem voll. Die meisten öffnen aber schon um 9:00 Uhr. Da hat man dann auch etwas Ruhe. Davor sind die Geschäfte zwar noch geschlossen, aber die geschlossenen Rollläden sind teilweise kunstvoll bemalt.

Hōzōmon – das zweite große Tor
Am Ende der Nakamise-dori steht das mächtige Hōzōmon. Das Schatzhaustor.
Auch hier hängt eine riesige rote Laterne. Auf der Rückseite des Tores fallen außerdem zwei gewaltige Strohsandalen auf. Diese Waraji-Sandalen sollen die Kraft der Wächter des Tempels symbolisieren und böse Geister abschrecken. Hinter dem Tor öffnet sich schließlich der Blick auf die Haupthalle des Sensō-ji.

Räucherstäbchen und Glückslose am Sensō-ji
Vor der Haupthalle steht ein großes Räuchergefäß. Hier verbrennen Besucher Räucherstäbchen und fächeln sich den Rauch über den Körper. Traditionell wird dem Rauch eine reinigende beziehungsweise heilbringende Wirkung zugeschrieben.

Bevor man an einem Tempel betet, wirft man üblicherweise eine Münze in die Opferbox, verbeugt sich und spricht still sein Gebet. Anders als an einem Shinto-Schrein wird an einem buddhistischen Tempel normalerweise nicht zweimal geklatscht.

Eine weitere Tradition sind die Omikuji, japanische Glückslose.
Man wirft eine Münze ein für die Götter, zieht irgendeine Schublade raus mit der Nummer, die man sich aussucht und entnimmt einen Zettel mit einer Vorhersage. Und die muss keineswegs positiv sein. Hier steht deine Zukunft für verschiedene Lebensbereiche. Sven hatte einen negativen Zettel. Wer Pech zieht, kann seinen Zettel an den dafür vorgesehenen Stellen auf dem Tempelgelände festbinden und das Unglück symbolisch dort lassen.

Die fünfstöckige Pagode
Direkt neben der Haupthalle steht die beeindruckende fünfstöckige Pagode des Sensō-ji. Pagoden dienten ursprünglich unter anderem der Aufbewahrung buddhistischer Reliquien.

Die heutige Pagode ist allerdings nicht das jahrhundertealte Original. Frühere Gebäude wurden mehrfach zerstört. Die heutige Konstruktion stammt aus dem 20. Jahrhundert.

Die Tempelanlage sollte man, wenn möglich gleich 2 mal besuchen. Einmal früh am Morgen, da sind weniger Leute vor Ort und einmal natürlich abends, wenn alles schön beleuchtet ist.

4. Asakusa-Schrein – buddhistischer Tempel trifft Shintoismus
Direkt neben dem Sensō-ji befindet sich der Asakusa-Schrein, auch Asakusa-jinja genannt. Dies ist nun ein Shinto-Schrein. In Japan existieren Buddhismus und Shintoismus seit Jahrhunderten nebeneinander und sind im Alltag eng miteinander verbunden.
Der Asakusa-Schrein ist unter anderem den Männern gewidmet, die der Legende nach die Kannon-Statue aus dem Sumida River gezogen beziehungsweise später ihre Verehrung unterstützt haben.

Der Asakusa-Schrein ist außerdem Mittelpunkt des berühmten Sanja Matsuri.
Das Festival findet normalerweise im Mai statt und gehört zu den größten und lebhaftesten traditionellen Festen Tokyos. Mehrere Tage lang werden 100 tragbare Schreine, sogenannte Mikoshi, durch die Straßen von Asakusa getragen. Begleitet von Tänzen, Trommeln und Flötenmusik.
5. Asakusa abseits des Sensō-ji
Viele Besucher laufen vom Kaminarimon über die Nakamise-dori zum Sensō-ji und fahren anschließend weiter.
Aber in den Seitenstraßen des Tempelgeländes findet man kleine Restaurants, Izakayas, traditionelle Geschäfte, Süßwarenläden und teilweise noch Gebäude, die an das ältere Tokyo erinnern. Besonders schön ist es deshalb, sich einfach ein wenig treiben zu lassen.

Denboin-dori
Direkt von der Nakamise-dori zweigt die Denboin-dori ab.
Die Straße ist deutlich ruhiger als die Hauptachse zum Tempel und besitzt Geschäfte mit traditioneller Kleidung, Kunsthandwerk und Souvenirs. Auch die Gestaltung der Gebäude erinnert teilweise bewusst an das Tokyo der Edo-Zeit.

Hoppy Street – Izakaya-Atmosphäre in Asakusa
Wer Hunger bekommt, sollte sich die Gegend rund um die Hoppy Street anschauen. Die Straße ist für ihre unkomplizierten Izakayas bekannt. Viele besitzen kleine Tische und Sitzplätze direkt an der Straße.
Ihren Namen verdankt sie dem Getränk Hoppy, einem bierähnlichen, sehr alkoholarmen Getränk, das traditionell mit Shōchū gemischt wird. Gerade am späten Nachmittag und Abend entwickelt sich hier eine tolle Atmosphäre.

Für uns ist ein Izakaya eines der Dinge, die ganz typisch japanisch sind. Sich abends treffen, Bier trinken und tolle Snacks dazu essen, die meist vom Holzkohlegrill kommen. Hier kommen wir oft mit Japanern in Kontakt und das Essen ist mega lecker.
Am besten macht man in der Hoppy Street ein bisschen Izakaya Hopping. Ein Bier und 3 kleine Snacks im einen Laden und dann weiter ziehen.

Kappabashi – das Paradies für Küchenfans
Zwischen Asakusa und Ueno liegt außerdem die berühmte Kappabashi Kitchen Town.
Die etwa 800 Meter lange Einkaufsstraße ist voll mit 170 Geschäften für Restaurant- und Küchenbedarf. Hier bekommt man japanische Messer, Geschirr, Schalen, Stäbchen, Teekannen, Küchenutensilien und sogar die berühmten täuschend echt aussehenden Lebensmittelmodelle, die vor vielen japanischen Restaurants stehen.

Weitere Dinge in Asakusa
- Hanayashiki Park– kleiner Vergnügungspark tgl. 10-18:00 Uhr
- Edo Kunsthandwerkmuseum– am Wochenende mit Vorführungen- Taito Craft Center
- Rokku Broadway– Kinos und Statuen berühmter Sänger
- Matsuri-yu- Sauna, Whirlpool, Rotenburo
- Shin-Nakamise Shopping Street– typische japanische überdachte Einkaufsstraße mit Läden und Restaurants- Shotengai Einkaufsstraße- hier kann man auch Axtwerfen und mit Pfeil und Bogen schießen
- Stars Plaza– mit Handabdrücken berühmter Menschen


6. Sumida River – Asakusa am Wasser
Von Sensō-ji und Kaminarimon sind es nur wenige Minuten bis zum Sumida River. Der Fluss gehörte historisch zu den wichtigsten Wasserwegen Edos.
Heute führt eine Promenade am Ufer entlang und bietet einen schönen Kontrast zu den engen und vollen Straßen rund um den Tempel. Von hier hat man außerdem einen der besten Blicke auf den Tokyo Skytree.
Daneben fällt ein weiteres ziemlich ungewöhnliches Gebäude auf. Die Zentrale von Asahi mit der goldfarbenen Asahi Flamme auf dem Dach.

Asahi Beer Hall
Nachdem man den Fluss überquert hat kommt man zur 1989 vom Stardesigner Philippe Starck errichteten Asahi Beer Hall.

Das Gebäude gehört zur Asahi-Brauerei und fällt vor allem durch seine goldene, flammenartige Skulptur auf dem Dach auf. Sie wird oft als „Flamme d’Or“ bezeichnet und ist inzwischen genauso Teil des Stadtbildes wie der Skytree selbst. Das Goldene wirkt allerdings nicht nur wie eine Flamme, sondern wird auch gerne etwas scherzhaft als riesiger goldener „Bier-Schaum“ oder „goldenes Häufchen“ bezeichnet. Im Gebäude und in der Umgebung gibt es Restaurants und Bars, von denen man einen tollen Blick über den Sumida-Fluss auf den Skytree hat.
Im Nebengebäude befindet sich der Asahi Sky Room– eine Bar mit mega Blick.

Tokyo Skytree – das moderne Gegenstück zu Asakusa
Auf der anderen Seite des Sumida River erhebt sich auch der Tokyo Skytree. Mit seinen 634 Meter Höhe ist er der höchste Fernsehturm Japans und damit eines der höchsten Bauwerke der Welt.
2012 wurde das Arreal Skytree Town eröffnet.

Besonders spektakulär ist der Blick von den beiden Aussichtsplattformen mit 350 m und 450 m. Bei gutem Wetter hat man eine spektakuläre Aussicht über das endlose Häusermeer Tokyos und manchmal kann man sogar den Mount Fuji erkennen. Im Fuß des Turms befindet sich außerdem Tokyo Solamachi, ein großes Einkaufs- und Gastronomiezentrum mit 300 Geschäften.

Der Ticket Shop befindet sich im 5. Stock. Man kann wählen, ob man nur zum 350 m hohen Tembo Deck für 2200 Yen fahren will. Oder dann noch mit einem extra Fahrstuhl – 3600 m/min. bei dem man nach außen schauen kann- auf die 450 m hohe Tembo Gallery. Ganz oben sollte man wirklich schwindelfrei sein, vor allem, wenn man noch den Glasboden betreten will.


Für das Gesamtticket zahlt man online 3400 Yen, vor Ort 3900 Yen, aber hier halten dir japanische Angestellte noch den QR Code zum Online buchen vor die Nase.
Im Gebäude gibt es im 7. Stock noch ein Planetarium, Restaurants im 6.+7. Stock und einen Foodcourt im 3. Stock. Außerdem können wir einen Besuch von The Matcha Tokyo im Erdgeschoss wärmstens empfehlen.


7. Ryogoku Kokugikan – das Herz des japanischen Sumo
Im Stadtteil Ryogoku, südlich des Skytree dreht sich fast alles um Japans Nationalsport: Sumo. Hier steht mit dem Ryogoku Kokugikan die berühmteste Sumo-Arena des Landes.
Das große Gebäude ist vor allem während der drei jährlichen Tokyoter Sumo-Turniere ein absolutes Highlight: Im Januar, Mai und September treten hier die besten Rikishi Japans gegeneinander an.

Ein Sumo-Turnier dauert 15 Tage und bietet neben den spektakulären Kämpfen auch jede Menge japanische Tradition – von den Ritualen vor dem Kampf bis zum berühmten Werfen von Salz in den Ring. Es gibt pro Jahr nur eine Handvoll Möglichkeiten ein Sumo Turnier zu besuchen. Wenn du die Möglichkeit bekommst, solltest du dir dieses spannende Erlebnis auf keinen Fall entgehen lassen.
Wir hatten die Möglichkeit in Tokyo und waren total begeistert von diesem großartigen Sporterlebnis. Dort kannst du Japaner auch mal außer Rand und Band sehen.
Hier gibt’s Tickets https://sumo.or.jp/en

Tickets
Dass wir überhaupt zufällig in einer dieser Wochen in Tokyo waren, war schon absolutes Glück. Dass es uns aber möglich war dafür Karten zu bekommen, grenzte fast an ein Wunder.
Die online Plattformen werden zuerst für Japaner geöffnet. Bis wir die Möglichkeit hatten, waren natürlich alle Karten weg. Deshalb haben wir zum ersten Mal im Leben einen Zweitanbieter genutzt und die 3fache Summe bezahlt. Aber die Karten kamen nicht an. Auf Nachfrage wurde uns gesagt, dass sie 2 Tage vor Turnier bei uns in Deutschland landen. Aber da waren wir ja schon in Japan. Also versprach man uns, die Karten ins Hotel zu schicken. Ich trauerte bereits dem Geld nach. Aber bei Ankunft lagen die Karten an der Rezeption. Das ist Japan.
Das Turnier
Der Wettkampf war für uns völlig faszinierend. Die Halle war voll von anfeuernden Japanern und Schilder hochhaltender Kinder. Ein völlig anderes Bild von Japanern, als man es sonst zu sehen bekommt. Jeder feuert seinen Favoriten an. Sumo Kämpfer sind riesen Stars in Japan. Es gibt Bier und vieles zu essen.

Wir saßen auf Stühlen etwas weiter oben. Aber es gibt auch Karten um den Mittelpunkt des Kampfes auf Kissen am Boden. Der Kampf selbst dauert oft nur wenige Sekunden.
Aber die ganze Atmosphäre und die Vorbereitung auf den Kampf waren ein wahnsinnig tolles Erlebnis. Wenn du die Möglichkeit hast, solltest du unbedingt ein Turnier besuchen.
Morgentraining
In der Umgebung befinden sich zahlreiche Sumo-Ställe, Restaurants mit Chanko Nabe, dem traditionellen Eintopf der Sumo-Ringer, sowie das Sumo Museum. Hier bekommt man einen Eindruck über Jahrhunderte Sumo Geschichte. Mo-Fr 10-16:30 Uhr, Eintritt frei.

Besonders interessant ist ein Besuch während eines Turniers, denn dann erlebt man unmittelbar, wie wichtig und zugleich traditionell dieser Sport in Japan bis heute ist. Wer keine Karten für ein Turnier bekommt, kann alternativ einen Sumo-Stall bei einem öffentlichen Training besuchen – allerdings sollte man sich vorher genau über Besuchsmöglichkeiten und Termine informieren. Im Arashio- Stall kann man den Ringern beim Morgentraining zuschauen Eintritt frei, während des Turniers fällt das Training aus.
8. Essen, Übernachten, Transport in Asakusa
Unsere Empfehlungen Übernachten
Wir übernachten in Tokyo immer in einem Hotel der Kette APA. Das ist immer zentral, 3 oder 4 Sterne, kleine Zimmer, wie in Japan üblich, dafür sehr preisgünstig. In Asakusa haben wir Tawaramachi Ekimae in der Kappabashi Straße und das Kaminarimon Minami getestet für jeweils 70 Euro die Nacht.

Unsere Empfehlung Essen in Asakusa
Im 7eleven besorgen wir uns immer Frühstück. Onigiri, Kaffe und ein Melonenbrötchen- jammy und günstig.


Kaminari Issa Rich Matcha Sweets hier gibt es alles mit Matcha. Süssigkeiten, Tee, Eis u.v.m.


Traditionelles, sehr gutes Sushi bekommt man im Sushi Nohachi in der Nähe vom Hotel. Man sitzt auf dem Boden, bekommt unglaubliche Qualität und super netten Service.


Die Hoppy Street muss man unbedingt besuchen. Wir können empfehlen dort zu essen, wo niemand versucht dich zu überzeugen und wo viele Japaner sitzen. Das Koji mit der blauen Markise ist ein beliebter Treffpunkt und das Suzuyoshi gleich schräg gegenüber können wir sehr empfehlen.


Bar: im Asahi Sky Room kann man verschiedene Asahi Bier Sorten testen und bei kleinen Snacks genießt man die hervorragende Aussicht über Asakusa und darüber hinaus.

Mit dem Boot von Asakusa nach Odaiba
Eine besonders schöne Möglichkeit, von Asakusa weiterzureisen, ist über das Wasser. Mit Tokyo Cruise kann man in 50 min. nach Odaiba fahren.
Vom Bereich am Sumida River fahren Ausflugsboote Richtung Tokyo Bay. Vom traditionellen Asakusa geht es vorbei an Brücken und moderner Architektur bis zur Tokyo Bay.

Wie viel Zeit braucht man für Asakusa?
Für Sensō-ji, Nakamise und einen kurzen Spaziergang reichen theoretisch zwei bis drei Stunden.
Allerdings würde man dann den wirklichen Flair des Stadtteiles verpassen. Wenn möglich plane einen ganzen Tag ein und verbinde die Tempelanlage mit ein bisschen Shopping, ein Spaziergang am Fluss und einem Besuch des Skytree und schließe im Izakaya in der Hoppy Street ab.
Extratipp: Japaner sprechen Asakusa übrigens Asaksa aus!!!
9. Fazit Asakusa
Für uns gehört Asakusa ganz klar zu den Stadtteilen, die man bei der ersten Tokyo-Reise gesehen haben sollte.
Weil man hier besonders gut erkennt, wie viele verschiedene Gesichter Tokyo besitzt.
Am Sensō-ji erlebt man buddhistische Traditionen, wenige Meter daneben steht ein Shinto-Schrein. Auf der Nakamise werden seit Generationen Waren an Tempelbesucher verkauft. In den Seitenstraßen sitzen Menschen in kleinen Izakayas und hinter den historischen Tempeldächern ragt plötzlich der 634 Meter hohe Tokyo Skytree in den Himmel.
Bei unserem ersten Besuch haben wir in Asakusa gewohnt, 2018 hat es uns auch sehr gut gefallen. 2026, bei unserer 3. Reise, wollten wir auch unbedingt hier wohnen. Allerdings ist der Stadtteil mittlerweile unglaublich voll mit Touristen. Da bleibt vom eigentlichen Tokyo nicht viel übrig. Hier zu wohnen können wir dennoch empfehlen, so hat man die Chance vor und nach den Touristen Massen Asakusa zu erleben und dazwischen kann man ja Odaiba besuchen?


